FORMEL1 SAISON 2018
40 FAHRER VERLOREN IHR LEBEN
Was tödliche Unfälle in der Formel 1 betrifft, werden zuweilen fantastische Zahlen veröffentlicht,

die nichts, aber auch gar nichts mit der Realität zu tun haben. Die tatsächliche Anzahl wird

in der Regel verdoppelt! Die getürkten Angaben stammen noch aus der Prä-Schumacher-Ära,

als der Grand-Prix-Sport in Deutschland von den Meinungsmachern verteufelt wurde.

Tatsächlich starben seit Einführung der Formel-1-WM im Jahr 1950 bei Testfahrten, im Training,

Qualifying, während des Warm-ups und im Verlauf der Rennen mit und ohne WM-Status 38 Fahrer.

Im Training zum Großen Preis von Deutschland 1969 auf dem Nürburgring, in dem Formel-1- und

Formel-2-Autos gemeinsam starteten, verunglückte Gerhard Mitter mit seinem Formel-2-Auto tödlich.

Ihren schwärzesten Tag erlebte die Formel 1 am 19. Juni 1960, als sich während des GP von Belgien

auf dem alten Circuit von Spa-Francorchamps kurz nacheinander zwei tödliche Unfälle ereigneten.

1952 - Cameron C. Earl (ERA) bei Testfahrten in Nuneaton (Großbritannien)

1953 - Charles de Tornaco (Ferrari) im Training zum GP von Modena (Italien)

1954 - Onofre Marimón (Maserati) im Training zum GP von Deutschland auf dem Nürburgring

1955 - Mario Alborghetti (Maserati) beim GP von Pau in Frankreich

1957 - Eugenio Castellotti (Ferrari) bei Testfahrten in Modena (Italien)

1958 - Luigi Musso (Ferrari) beim GP von Frankreich in Reims

1958 - Peter Collins (Ferrari) beim GP von Deutschland auf dem Nürburgring

1958 - Stuart Lewis-Evans (Vanwall) beim GP von Marokko in Casablanca

1960 - Harry Schell (Cooper-Climax) im Training zur International Trophy in Silverstone (Großbritannien)

1960 - Chris Bristow (Cooper-Climax) beim GP von Belgien in Spa-Francorchamps

1960 - Alan Stacey (Lotus-Climax) beim GP von Belgien in Spa-Francorchamps

1961 - Shane Summers (Cooper-Climax) im Training zur Silver City Trophy in Brands Hatch (Großbritannien)

1961 - Giulio Cabianca (Cooper-Ferrari) bei Testfahrten in Modena (Italien)

1961 - Wolfgang Graf Berghe von Trips (Ferrari) beim GP von Italien in Monza

1962 - Ricardo Rodríguez (Lotus-Climax) im Training zum GP von Mexiko in Mexiko-Stadt

1962 - Gary Hocking (Lotus-Climax) im Training zum GP von Natal in Südafrika

1964 - Carel Godin de Beaufort (Porsche) im Training zum GP von Deutschland auf dem Nürburgring

1966 - John Taylor (Brabham-B.R.M.) beim GP von Deutschland auf dem Nürburgring

1967 - Lorenzo Bandini (Ferrari) beim GP von Monaco in Monte Carlo

1967 - Bob Anderson (Brabham-Climax) bei Testfahrten in Silverstone (Großbritannien)

1968 - Jo Schlesser (Honda) beim GP von Frankreich in Rouen

1969 - Gerhard Mitter (BMW Formel 2) im Training zum GP von Deutschland auf dem Nürburgring

1970 - Piers Courage (De Tomaso-Ford) beim GP der Niederlande in Zandvoort

1970 - Jochen Rindt (Lotus-Ford) im Training zum GP von Italien in Monza

1971 - Joseph Siffert (B.R.M.) beim World Championship Victory Race in Brands Hatch (Großbritannien)

1973 - Roger Williamson (March-Ford) beim GP der Niederlande in Zandvoort

1973 - François Cevert (Tyrrell-Ford) im Training zum GP der USA in Watkins Glen

1974 - Peter Revson (Shadow-Ford) bei Testfahrten in Kyalami (Südafrika)

1974 - Helmut Koinigg (Surtees-Ford) beim GP der USA in Watkins Glen

1975 - Mark Donohue (March-Ford) beim Warm-up zum GP von Österreich in Zeltweg

1977 - Tom Pryce (Shadow-Ford) beim GP von Südafrika in Kyalami

1978 - Ronnie Peterson (Lotus-Ford) beim GP von Italien in Monza

1980 - Patrick Depailler (Alfa Romeo) bei Testfahrten in Hockenheim (Deutschland)

1982 - Gilles Villeneuve (Ferrari) im Training zum GP von Belgien in Zolder

1982 - Riccardo Paletti (Osella-Ford) beim GP von Kanada in Montréal

1986 - Elio de Angelis (Brabham-BMW) bei Testfahrten in Le Castellet (Frankreich)

1994 - Roland Ratzenberger (Simtek-Ford) im Training zum GP von San Marino in Imola

1994 - Ayrton Senna (Williams-Renault) beim GP von San Marino in Imola

2015 - Jules Bianchi stirbt neun Monate nach Unfall in Susuka